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Rückblick auf meet@IT.Menschlich19

Unter dem Motto: „meet@IT.Menschlich19 – Die digitale Revolution der Kirche gemeinsam gestalten“ fand am 20. und 21. Februar der erste hauseigene IT-Kongress der ECKD KIGST GmbH in Kassel statt. Ziel war es, eine Austauschplattform zwischen Kirche, Diakonie, Caritas und Industrie anzubieten, um die Herausforderungen der Digitalisierung im kirchlichen Umfeld gemeinsam anzugehen, Insellösungen zu vermeiden und Synergien zu nutzen.

Die Veranstaltung war mit 180 Gästen komplett ausgebucht, und das ECKD Event- und Tagungszentrum bot in ungezwungener Atmosphäre und modernem Ambiente beste Voraussetzungen, um Ideen zu entwickeln, auszutauschen und gemeinschaftlich auf den Weg zu bringen.

Moderiert wurde der Tag von der Journalistin und Nachrichtensprecherin Christiane Stein.

Die Eröffnung der Veranstaltung erfolgte durch den auch als „Medienbischof“ bekannten Kirchenpräsidenten der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau und Mitglied des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Dr. Dr. h.c. Volker Jung. „Ich finde es großartig, dass beide Kirchen mit dem Format des Kongresses angesprochen werden. Man könnte fast von einer digitalen Ökumenisierung sprechen“, machte er deutlich, mahnte aber zugleich: „Digitalisierung muss im Dienst der Freiheit sein“.

Es folgte ein abwechslungsreiches Veranstaltungsprogramm mit hochkarätiger Besetzung. Die Referenten und Partner der ECKD lesen sich wie ein who is who der IT-Szene. Mit dabei sind unter anderem Microsoft, Dell, Oracle, T-Systems, Cisco und Fujitsu. Sie sprachen über zukünftig mögliche Arbeits- und Lebensweisen, aber auch über Themen wie Sicherheit und die Grenzen und Möglichkeiten der künstlichen Intelligenz. Mit Leila Summa und Inga Höltmann griffen gleich zwei prominente Referentinnen die Relevanz des Umdenkens in der Unternehmenskultur auf, sodass die Digitalisierung den Mitarbeitern nutzt, anstelle durch die immer schneller werdende Kommunikation zu einer Belastung zu werden. 

Dass wir bereits heute mitten in einer digitalen Gesellschaft leben, erklärte Christian Korff, Mitglied der deutschen Geschäftsleitung der Cisco Systems.  „Es geht darum, sich auf Veränderungen einzulassen und Lösungen zu suchen“, lautete sein Appell.

Sven Krüger berichtete seitens der T-Systems als Experte über die Herausforderungen der Digitalisierung und erheiterte dabei auch mit Beispielen aus dem familiären Kontext: „Die wahre digitale Revolution beginnt, wenn Sie Ihren Kindern das Handy wegnehmen – einfach so“.

Der prämierte Blogger Sascha Pallenberg – mittlerweile tätig in der Unternehmenskommunikation der Daimler AG – berichtete von der Herausforderung, moderne Kommunikationsformen in einem traditionellen Großkonzern zu etablieren. 

Ein weiterer wichtiger Schwerpunkt lag auf den speziellen Anforderungen, die der digitale Wandel an die Kirche stellt. Hierbei half Alexander Würflinger, IT-Referent des Erzbistums Salzburg und der Österreichischen Bischofskonferenz, den Blick über den Tellerrand ins Alpenland zu richten.

Beispiele aus der Praxis lieferten unter anderem Fabian Kraetschmer von der Evangelischen Landeskirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz und Hendrik Simon von der Evangelischen Bank mit dem digitalen Klingelbeutel. Dieser wird von einer Kollekten-App und von einem Kollekten-Terminal ergänzt, sodass die Gottesdienstbesucher ihren Beitrag bargeldlos entrichten können.

Den ersten Tag ließ man im historischen Ambiente der Brüderkirche ausklingen. Für das leibliche Wohl sorgte das Team des Grischäfer rund um Rainer Holzhauer, für die musikalische Begleitung das Duo Soulsonic mit der Sängerin Romana Reiff und dem Pianisten Michael Müller.

Der zweite Tag schloss inhaltlich an den Vortag an und begann mit einer Reihe weiterer interessanter Vorträge. Den Auftakt gab Thomas R. Köhler, der auch den kompletten Tag moderierte. Am Nachmittag war schließlich die Kreativität aller Beteiligten gefragt. Bereits über den kompletten ersten Tag wurden seitens der Teilnehmer Ideen gesammelt. Aus diesen wurden die besten drei herausgefiltert und in einer Ideenschmiede gemeinsam mit der Kreativagentur „neue formen“ aus Kassel weiterentwickelt. Den kreativen Auftakt dazu gestaltete Nico Gundlach in einer kurzweiligen Keynote unter dem Motto „Sei merk-würdig“. Durch Teilnehmer-Voting wurde am Ende des Tages die beste Idee ermittelt. Die Gewinner fahren nach Berlin ins Cisco Innovation Center, um die Idee dort in die Praxis zu überführen.

Die Geschäftsführer der ECKD KIGST GmbH, Michael Otto und Rudolf Müller, zeigten sich sehr zufrieden mit der Veranstaltung: „Es ist inspirierend und hat Spaß gemacht, den Themenbogen von der Kirche über Vernetzung, künstlicher Intelligenz und Technologiewandel zu spannen. Die Digitalisierung wird das gesellschaftliche Tun und Handeln stark verändern und da möchte die ECKD KIGST ihren Beitrag leisten“. 

Auch der Aufsichtsratsvorsitzende der ECKD KIGST GmbH, Wolfgang Heine, fasste seine Eindrücke zusammen: „Die Entscheidungsträger müssen ein Fenster für die Rahmenbedingungen öffnen, den Digitalisierungsprozess zu ermöglichen. Die Vorträge und Ideen dieser Veranstaltung können dazu beitragen“.

Nach dem großen Erfolg des Veranstaltungsauftakts ist davon auszugehen, dass der Kongress zukünftig in einem regelmäßigen Rhythmus durchgeführt wird. 

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